Feuerwehr bildet sich im Rettungsdienst fort

von Manuel Lorenz

Bei vielen Einsatzgeschehen wird der Rettungsdienst des Deutschen Roten Kreuzes zusammen mit uns zu einer Unfallstelle alarmiert. Eine adäquate medizinische Versorgung der verunfallten Personen wird dann von diesen Kameraden sichergestellt. Dennoch kann es wie bei Atemschutzunfällen dazu kommen, dass der Rettungsdienst zum Zeitpunkt des Unfalls noch nicht vor Ort ist. Aufgrund dessen haben sich am Samstag, den 29. Juni, zehn Kameraden der Kernstadt zu einer vierstündigen Rettungsdienstfortbildung unter der Leitung von Florian Weber (Zugführer unseres Gefahrgutzugs und Dozent an der Rettungsdienstschule in Kassel), Jan-Christoph Ulrich und Robert Schmidt getroffen.

 

Nachdem Florian uns über die noch aktuellen Leitlinien der Reanimation unterrichtete, stellten Jan-Christoph und Robert die zur Verfügung stehenden Materialien im Rettungsdienst vor. Aufgeteilt in zwei Gruppen ging es dann in die erste Praxisphase. Während sich eine Station in der Fahrzeughalle mit dem schnellen und schonenden Entkleiden eines verunfallten Atemschutzgeräteträgers beschäftigte, wurde an der zweiten Station intensiv mit einem AED die Reanimation im Team trainiert. Um wieder Kraft für den zweiten Praxisteil zu sammeln, gab Florian uns anschließend eine theoretische Einführung in das präklinische Traumamanagement. Dabei wurde anhand von Studien unter anderem ersichtlich wie wichtig eine schnelle und richtige Erstversorgung an der Unfallsstelle für den weiteren Genesungsverlauf des Patienten ist. Der abschließende Teil befasste sich dann noch einmal mit der Immobilisation, d.h. der Ruhigstellung von Körperteilen zur Verhinderung von Verletzungen verunglückter Personen. Ein besonderer Fokus lag hier in der patientenschonenden Rettung mit der Schaufeltrage und dem Spineboard, welches auf unseren Feuerwehrfahrzeugen zu finden ist.

 

Die Teilnehmer der Fortbildung waren sich allesamt einig, dass eine vierstündige Fortbildung bei weitem nicht genügt, um die Komplexität der interessanten Thematik vollständig abzudecken, und freuen sich bereits jetzt auf eine Fortsetzung bzw. Erweiterung des Angebotes, um der Bevölkerung auch in Zukunft immer professionell helfen zu können.

 

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